
TÜV Wohnwagen: Kosten, Vorschriften, Prüfung
TÜV Wohnwagen – Wann steht die Hauptuntersuchung an?
Damit alle Verkehrsteilnehmer sicher unterwegs sind, müssen du und andere Fahrzeughalter regelmäßig mit ihren Kraftfahrzeugen sowie Anhängern zum TÜV. Dies betrifft selbstverständlich auch deinen Wohnwagen. Dabei gibt es jedoch einige Besonderheiten zu beachten, denn die meisten Wohnwagen verfügen über eine Gasanlage, wodurch die Prüfung etwas umfangreicher ausfällt als bei einem normalen Anhänger.
Vorbereitung auf die TÜV-Prüfung
Deshalb lohnt es sich, die TÜV-Überprüfung frühzeitig und gründlich vorzubereiten. Prüfe zum Beispiel die Beleuchtung, Bremsen, Reifen sowie die Gas- und Wasserversorgung, damit die Untersuchung reibungslos verläuft. Außerdem solltest du alle relevanten Dokumente bereithalten, da der Prüfer diese benötigt. Im Folgenden erfährst du, was genau auf dich zukommt und wie du die Prüfung entspannt meisterst.
Inhalt
- Wer darf eine TÜV Wohnwagen-Prüfung durchführen?
- Welche Fristen sind einzuhalten?
- Das passiert bei einer TÜV Überziehung
- TÜV Wohnwagen: Diese Unterlagen sind vorzulegen
- Überprüfung beim Wohnwagen für den TÜV
- Ist eine Gasprüfung erforderlich?
- TÜV Wohnwagen: Kosten
- Tipps und Tricks für eine erfolgreiche TÜV-Vorstellung
- Checkliste: TÜV Wohnwagen
- Tipp: Wohnmobil mieten
Wer darf eine TÜV Wohnwagen-Prüfung durchführen?
Damit alle Verkehrsteilnehmer sicher unterwegs sind, musst du mit deinem Wohnwagen genauso wie andere Fahrzeughalter regelmäßig zum TÜV. Dabei gibt es jedoch einige Besonderheiten zu beachten, denn die meisten Wohnwagen verfügen über eine Gasanlage, wodurch die Prüfung etwas umfangreicher ausfällt als bei einem normalen Anhänger. Deshalb lohnt es sich, die TÜV-Überprüfung gut vorzubereiten, damit du stressfrei und sicher durch die Kontrolle kommst. Außerdem erfährst du hier genau, was dich bei der Prüfung erwartet und worauf du achten solltest.
- GTÜ – Gesellschaft für Technische Überwachung,
- KÜS – Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V.,
- DEKRA – Deutsche Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein
- und Weitere.
Die Anforderungen an den Prüfer für eine Hauptuntersuchung (HU) sind hoch, denn er muss mindestens 24 Jahre alt sein und zudem ein abgeschlossenes Studium zum Diplom-Ingenieur an einer Universität, Fachhochschule oder Berufsakademie im passenden Fach nachweisen. Darüber hinaus sollte er über mindestens 18 Monate praktische und einschlägige Berufserfahrung verfügen und diese ebenfalls nachweisen können.
- Möchtest du das Reifenalter feststellen?
So gehts: DOT 2418 = 24. Kalenderwoche im Jahr 2018 - Profiltiefe: Verschwindet der goldene Rand einer 1 € Münze im Reifenprofil, hat der Reifen noch etwa 3 mm Profiltiefe.
Welche Fristen sind einzuhalten?
In deinem Kfz-Schein, jetzt Zulassungsbescheinigung Teil 1, steht unten links der nächste TÜV-Termin. Alternativ kannst du einfach auf den TÜV-Aufkleber an deinem Fahrzeug schauen: In der Mitte findest du das Jahr der nächsten HU, außen die Zahlen für die Monate, und der schwarze Balken zeigt die „12“ an. So ist auch aus größerer Entfernung erkennbar, wann die Untersuchung fällig ist. Der Prüfer klebt die Plakette immer so auf, dass der Prüfmonat oben steht.
Anhand des Balkens und der Plakettenfarbe lässt sich somit der Prüfzeitpunkt für die Hauptuntersuchung (HU) leicht ermitteln.
Es gibt die Farben Blau, Gelb, Rot, Pink, Grün und Orange, die jährlich in dieser Reihenfolge wechseln. So hat beispielsweise das Jahr 2024 die Farbe Grün, 2025 ist Orange, und so weiter. Das bedeutet, dass im Jahr 2024 alle Fahrzeuge mit einer grünfarbenen Plakette zur Überprüfung müssen.
Das zulässige Gesamtgewicht gibt vor, wie oft dein Wohnwagen zum TÜV muss:
- Bis 750 kg zulässiges Gesamtgewicht müssen Wohnwagen alle 2 Jahre zum TÜV. (Bei Neufahrzeugen ist die erste Überprüfung nach 3 Jahren fällig).
- Bis 3500 kg zulässiges Gesamtgewicht ebenfalls alle 2 Jahr, allerdings fällt die Neufahrzeugregel weg.
- Ab 3500 kg ist die TÜV-Prüfung jedes Jahr vorgeschrieben.
Besitzer von Wohnmobilen müssen ihr Wohnmobil wie folgt überprüfen lassen:
- Bis 3500 kg alle 2 Jahre (Neufahrzeug, erste Prüfung nach 3 Jahren).
- Bis 7500 kg alle 2 Jahre, nach dem 6. Jahr oder über 7500 kg, jedes Jahr.

Das passiert bei einer TÜV Überziehung
Du darfst den Termin der TÜV-Prüfung nicht überschreiten. Schon ein Tag Verzögerung kann im Schadensfall Probleme mit der Versicherung verursachen. Wenn die Versicherung nachweist, dass ein Unfall vermeidbar gewesen wäre, weil ein Fehler bei der regulären Prüfung entdeckt worden wäre, kann sie bis zu 5.000 Euro zurückfordern. Außerdem kann die Polizei bereits am nächsten Tag eine Ordnungswidrigkeit feststellen und nach zwei Monaten ein Bußgeld verhängen. Die Aussage, man könne die Frist um einen Monat oder länger überziehen, stimmt daher nicht. Mit einer abgelaufenen Plakette darfst du lediglich zur Werkstatt oder zum TÜV fahren.
Überschreitest du den TÜV-Termin um mehr als zwei Monate, musst du eine Ergänzungsuntersuchung machen, was zusätzliche Prüfkosten von 20 % verursacht. Seit 2012 gilt die Prüfplakette ab dem tatsächlichen Prüftermin der Hauptuntersuchung (HU), und die Prüfstelle datiert nicht mehr zurück.
Wenn du Anbauten oder Aufbauten am Wohnwagen montiert hast, musst du die Allgemeinen Betriebserlaubnisse (ABE) vorlegen. Zusätzlich benötigst du deinen Personalausweis.
Stellst du deinen Wohnwagen auf einem Feststellplatz ab und meldest ihn aus Kostengründen ab, beachte Folgendes: Wenn die Stilllegung länger als sieben Jahre dauert, ist vor der Wiederzulassung eine Vollabnahme beim TÜV erforderlich (§ 23 StVZO). Dabei prüft die Stelle, ob der Wohnwagen trotz der langen Pause noch verkehrstüchtig ist und den Zulassungsvorschriften entspricht.
Bußgelder für eine abgelaufene TÜV-Überprüfung
Die Höhe des Bußgeldes für die Überschreitung der technischen Höchstwerte hängt von mehreren Faktoren ab, wie zum Beispiel der Dauer der Überschreitung und davon, ob es sich um einen erstmaligen Verstoß handelt. Hier einige Beispiele, um die Unterschiede zu verdeutlichen:
- Bei einer Überziehung von bis zu zwei Monaten verhängt die Behörde ein Bußgeld zwischen 15 und 75 Euro.
- Dagegen, wenn die Überziehung länger als zwei Monate dauert, liegt das Bußgeld zwischen 25 und 150 Euro.
- Außerdem, falls der Fahrzeugführer bereits wegen einer TÜV-Überziehung bestraft wurde, kann die Behörde ein höheres Bußgeld festlegen.
Darüber hinaus kann die Behörde das Bußgeld deutlich erhöhen, wenn das Fahrzeug als verkehrsunsicher eingestuft wird. Zusätzlich sind weitere Maßnahmen wie die Stilllegung des Fahrzeugs oder ein Fahrverbot möglich.
Du solltest beachten, dass die Höhe der Bußgelder von Bundesland zu Bundesland und von Fall zu Fall unterschiedlich ausfallen kann. Deshalb ist es immer ratsam, sich bei Fragen oder Unklarheiten an einen Fachmann oder an die zuständigen Behörden zu wenden.
TÜV Wohnwagen: Diese Unterlagen sind vorzulegen
Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) und Teil II (Fahrzeugbrief): Diese Dokumente liefern wichtige Informationen über das Fahrzeug, weil sie Aufschluss über den Fahrzeugtyp, die Fahrgestellnummer, die Leistung und die Abmessungen geben. Darüber hinaus ermöglichen sie, die Fahrzeughistorie nachzuvollziehen, während sie gleichzeitig als offizieller Nachweis der Zulassung dienen. Außerdem erleichtern sie dem Prüfer oder den Behörden die Kontrolle und Dokumentation des Fahrzeugs.
Prüfberichte früherer HU: Wenn der Wohnwagen bereits eine Hauptuntersuchung durchlaufen hat, solltest du die Prüfberichte vorlegen, da sie Auskunft über frühere Mängel geben und zeigen, welche Arbeiten bereits durchgeführt wurden. So kann der Prüfer den aktuellen Zustand des Wohnwagens besser einschätzen.
Elektroprüfbescheinigung: Wenn der Wohnwagen über eine elektrische Anlage verfügt, musst du eine Elektroprüfbescheinigung vorlegen, weil sie nachweist, dass die Anlage den geltenden Sicherheitsnormen entspricht und somit gefahrlos betrieben werden kann. Zusätzlich erleichtert die Bescheinigung dem Prüfer die Kontrolle der Anlage, während sie gleichzeitig für dich als Fahrzeughalter zusätzliche Sicherheit bietet.
Weitere Nachweise:
- Elektrische Prüfbescheinigung: Bestätigung, dass die elektrische Anlage den Sicherheitsnormen entspricht.
- Nachweis über vorhandene Abgasanlage: Belegt, dass der Caravan über eine funktionierende Abgasanlage verfügt.
- Rechnungen über durchgeführte Reparaturen oder Umbauten: Falls der Caravan in der Vergangenheit repariert oder umgebaut wurde, sollten die entsprechenden Rechnungen vorgelegt werden, um zu zeigen, dass die Arbeiten ordnungsgemäß durchgeführt wurden.
Info: Es ist immer ratsam, sich vor der Hauptuntersuchung bei der zuständigen Prüfstelle zu erkundigen, welche Unterlagen genau benötigt werden, um Probleme oder Verzögerungen bei der Untersuchung zu vermeiden.
Überprüfung beim Wohnwagen für den TÜV
Geprüft wird grundsätzlich Folgendes:
Beleuchtung
- Funktionieren alle Lampen ordnungsgemäß und sind sie dicht?
- Reflektieren die Reflektoren ordnungsgemäß?
Reifen
- Felgen und Reifen ohne Defekte?
- Sind die Felgen und Reifen ordnungsgemäß und entsprechen sie den Fahrzeugpapieren?
- Bei einer 100-km/h-Zulassung dürfen die Reifen nicht älter als 6 Jahre sein.
- Bei Wohnwagen über 3500 kg muss ein intakter Unterlegkeil vorhanden sein.
- Wenn ein Ersatzrad mitgeführt wird, muss dieses mit einer doppelten Verliersicherung versehen sein.
- Ist genug Reifenprofil (mindestens 1,6 mm) vorhanden?
- Sind die Reifen gleichmäßig abgelaufen?
- Stimmt der Reifendruck?

Korrosion
- Sind Durchrostungen an tragenden Teilen festzustellen?
- Sind Faulstellen oder Bruchstellen im Holzboden zu erkennen?
- Ist die Verbindung Fahrgestell/Holzplatte intakt?
- Zeigt die Deichsel Rost?
Anhängevorrichtungen
- Zugkugelkupplung und Auflaufstoßdämpfer in Ordnung?
- Ist das Stützrad fest, unbeschädigt und funktionstüchtig?
- Ist die Zugrohrmanschette ok und dicht?
- Sind der Anhängerstecker und das Kabel ohne Beschädigungen?
- Funktioniert die Auflaufeinrichtung der Bremse richtig?
- Rastet die Feststellbremse ein, ist sie korrekt eingestellt und funktioniert die Auflaufbremse?
- Sicherheitsseil intakt?
Elektrik
- Sind alle elektrischen Anschlüsse fest und ohne Oxidationsspuren?
- Sind die Kabel ohne Scheuerstellen und unbeschädigt?
An- oder Aufbauten
- Ist die ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) vorhanden?
- Sind die Aufbauten ordnungsgemäß befestigt und ohne Korrosionsspuren?
Zusätzlich
- Stehen am Wohnwagen scharfkantige Teile vor?
- Stimmen Typenschild und Fahrzeug-Identifikations-Nummer überein?
- Kennzeichen richtig montiert und lesbar?
- Zieht der Wohnwagen beim Bremsvorgang in eine Richtung?
- Nachprüfung bei HU-Mängeln: Wenn der Wohnwagen aufgrund von Mängeln die Hauptuntersuchung (HU) nicht besteht, musst du innerhalb eines Monats die Nachprüfung durchführen lassen. In der Zwischenzeit darf der Wohnwagen selbstverständlich nicht im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden.
- Kosten und Fristen: Die Kosten für die Nachprüfung liegen je nach Region und Prüforganisation zwischen 15 und 30 Euro. Falls du die Frist verstreichen lässt, musst du den Wohnwagen erneut einer Komplettprüfung unterziehen, woraufhin die vollen Kosten anfallen. Eine Verlängerung der Frist ist in der Regel nicht möglich, sodass eine rechtzeitige Nachprüfung unbedingt empfehlenswert ist.
- Prüfstelle wechseln: Für die Nachprüfung musst du übrigens nicht zwingend zur gleichen Prüfstelle fahren wie zur Hauptprüfung. Solltest du den Eindruck haben, dass die vorherige Prüfstelle fehlerhaft gearbeitet hat oder aus persönlichen Gründen die Abnahme verweigert wurde, kann ein Wechsel der Prüfstelle eine echte Hilfe darstellen und den Ablauf erleichtern.

Ist eine Gasprüfung erforderlich?
Ja, bei der TÜV-Abnahme eines Caravans ist eine Gasprüfung erforderlich.
Seit dem 1. April 2022 gilt: Die Gasprüfung ist für alle Caravan- und Wohnmobilbesitzer Pflicht!
Warum die Gasprüfung so wichtig ist
Im Rahmen der TÜV-Abnahme zählt die Gasprüfung zu den sicherheitsrelevanten Prüfungen. Die Prüffristen können je nach Bundesland und Fahrzeugtyp variieren, doch in der Regel muss sie alle zwei Jahre von einem anerkannten Prüfer durchgeführt werden. So wird sichergestellt, dass die Gasanlage ordnungsgemäß funktioniert und keine Gefahr für die Insassen besteht.
Gasprüfung auch auf dem Campingplatz erforderlich
Auch Campingplatzbetreiber können eine gültige Gasprüfung verlangen – meist aus versicherungsrechtlichen Gründen. Da sie eine Verkehrssicherungspflicht haben, dient diese Maßnahme dem Schutz aller Gäste und ist daher nachvollziehbar.
Regelmäßige Kontrolle schützt vor Gefahren
Eine regelmäßige Überprüfung der Gasanlage ist dringend zu empfehlen. Mit der Zeit werden Schläuche porös, Dichtungen undicht oder Ventile schwergängig – was zu Bränden oder Explosionen führen kann. Auch das unbeabsichtigte Austreten von Gas stellt ein erhebliches Risiko dar.
Warum Gaswarner keinen vollständigen Schutz bieten
Selbst gute Gaswarnmelder sind nicht immer zuverlässig, etwa wenn sie falsch positioniert sind oder der Alarm überhört wird. Schon geringe Mengen an Kohlenmonoxid können Kopfschmerzen, Schwindel oder grippeähnliche Symptome auslösen. Bei höheren Konzentrationen besteht Lebensgefahr durch Bewusstlosigkeit oder Erstickung.
Was kostet eine Gasprüfung?
Die Kosten für eine Gasprüfung liegen je nach Anbieter zwischen 40 und 100 Euro. Wichtig ist, dass die Kontrolle ausschließlich von anerkannten Sachverständigen durchgeführt wird.
Diese Punkte werden bei einer Gasprüfung geprüft:
- Halterungen der Tanks oder der Gasflaschen
- Lüftungsöffnungen und Abzüge innerhalb des Gaskastens
- Dichtungen und Ventile innerhalb der Anlage
- Nachweis über die Funktionalität der Geräte
- Abgasrohre
TÜV Wohnwagen: Kosten
Durchschnittlich ist jedoch mit Kosten von rund 100 bis 150 Euro für eine Hauptuntersuchung (HU) zu rechnen. Diese Kosten umfassen in der Regel sowohl den Wohnwagen untersuchen als auch ein neues TÜV-Zertifikat ausstellen zu lassen. Es gibt aber auch günstigere Angebote, bei denen nur der Caravan geprüft wird.
Die Preise sind regional und je nach Prüfstelle oder Bundesland etwas unterschiedlich, mit 50 bis 61 Euro musst du rechnen. Bei einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3.500 kg berechnet die DEKRA 53 €, KÜS 50 € und GTÜ 50 €.
- Zwischen 3500 kg und 7500 kg, wird es um etwa 20 € teurer.
Tipps und Tricks für eine erfolgreiche TÜV-Vorstellung
Die meisten Punkte, die unter „So läuft die Überprüfung ab“ angeführt sind, kannst du bereits im Vorfeld selbst durch Sichtprüfung überprüfen. Das verschafft dir einen klaren Vorteil, da du Probleme oft schon erkennst, bevor der TÜV-Prüfer das Fahrzeug inspiziert. Am Ende dieses Artikels findest du eine Checkliste, mit deren Hilfe du deine Vorführung optimal vorbereiten kannst. Übrigens zählen defekte Nebelschlussleuchten und durchgeschlagene Auflaufbremsen zu den beiden Hauptgründen für ein Nichtbestehen. Glücklicherweise lassen sich diese Punkte ebenfalls leicht selbst prüfen, wodurch du mögliche Probleme frühzeitig vermeiden kannst.
Die Auflaufbremse kannst du im Vorfeld überprüfen, indem du bei voll ausgezogener Auflaufeinrichtung den Abstand zwischen dem Schlingerdämpfer und dem vorderen Rahmenteil misst. Anschließend misst du bei voll aufgelaufenem Caravan erneut. Die Differenz ergibt den Auflaufweg. Dieser sollte an der Auflaufeinrichtung in der Regel nicht mehr als 50 mm betragen. Ist der Auflaufweg zu lang, muss die Bremse nachgestellt werden.
Der Wohnwagen muss für den TÜV-Termin nicht komplett ausgeräumt werden, aber er sollte auch nicht vollgepackt vorgeführt werden. Denn kann der Prüfer an bestimmte Stellen nicht herankommen, weil sie zugestellt sind, wird die Prüfung abgebrochen.

Wie schnell darfst du mit einem Wohnwagen fahren?
Mit einem Wohnwagen darfst du höchstens 80 km/h schnell fahren, es sei denn, dein Anhänger erfüllt die Anforderungen der 9. Ausnahmeverordnung der StVO. Sind die erfüllt, darfst du auf der Autobahn auch mit 100 km/h unterwegs sein.
Voraussetzungen für die 100 km/h Zulassung
Sind die Voraussetzungen erfüllt, wird am Heck des Caravans ein 100 km/h Aufkleber angebracht. Um dies zu erreichen, muss Folgendes gegeben sein:
- Das Zugfahrzeug muss mit ABS ausgestattet sein.
- Die zulässige Gesamtmasse des Wohnwagens hängt vom Leergewicht des Zugfahrzeugs ab. Ohne hydraulische Stoßdämpfer beträgt diese 0,3 × Leergewicht des Wohnwagens. Mit Bremse und hydraulischen Stoßdämpfern wird 0,8 × Leergewicht gerechnet.
- Der Wohnwagen ist für eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h geeignet.
- Die Reifen haben den Geschwindigkeitsindex L und sind somit für mindestens 120 km/h zugelassen.
- Die Reifen dürfen nicht älter als sechs Jahre sein.
- Bei einem gebremsten Wohnwagen sind hydraulische Radstoßdämpfer vorgeschrieben.
- Fällt einer dieser Punkte weg, erlischt die 100er-Zulassung, und der Aufkleber muss umgehend entfernt werden. Deshalb solltest du immer das Reifenalter im Auge behalten.
Die gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung (Hauptuntersuchung) muss kein Angstauslöser sein. Im Gegenteil, sie hilft den Wohnwagen immer in Bezug auf Technik und Sicherheit im Auge zu haben.
Wenn du dich an der nachstehenden Checkliste entlang hangelst und du alle erforderlichen Unterlagen parat hast, dürfte einer Abnahme nichts mehr im Wege stehen. Der nächste Urlaub oder das nächste Camping sind dann gesichert. In diesem Zusammenhang noch ein Hinweis. Läuft der TÜV im Urlaub ab, ist dies kein Rechtfertigungsgrund, sobald du wieder in der Heimat bist, kann das theoretisch eine Strafe oder schlimmstenfalls eine Stilllegung nach sich ziehen.
Checkliste: TÜV Wohnwagen
- Beleuchtung
- Auflaufbremse
- Handbremse
- Evtl. Unterlegkeil
- Elektrik und Kabel
- Ersatzrad
- An- und Aufbauten
- Reifen, Felgen, Stützrad
- Verbindung Boden/Trailer
- Tragende Teile rostfrei
- Eintragungen Kfz-Schein
- Alle ABE vorhanden

Tipp: Wohnmobil mieten
Dein Wohnwagen hat keinen TÜV bekommen oder dein du hast vergessen rechtzeitig einen Termin zu einer Abnahme zu machen? Dann probiere es doch vielleicht einmal mit einem Mietfahrzeug aus!
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